Lüftung, und damit eine hygienisch einwandfreie Raumluft, ist eine Grundvoraussetzung für gesundes Wohnen.

Allgemeines

In der heutigen Zeit halten wir uns zu ca. 90% in Räumen auf. Dies stellt zwangs läufig große Anforderungen an das Innenraumklima.

Gerüche, Schadstoffe, Lärm und Temperatur prägen in erheblichem Maße das Innenraumklima. Eine gewisse Grundbelüftung ergibt sich bei jedem Gebäude durch Undichtigkeiten an Fenstern, Türen, Leitungsdurchführungen. Diese sogenannte Fugenlüftung sorgt insbesondere bei Häusern älterer Bauart für den notwendigen Luftwechsel. Dazu kommt das Öffnen von Fenstern und Türen, vielleicht auch das Ankippen eines oder mehrerer Fenster. Starker Winddruck und eine Temperaturdifferenz zwischen drinnen und draußen verstärken den Luftaustausch. Schwacher Wind oder eine kleine Temperaturdifferenz vermindert jedoch den erforderlichen Luftwechsel. Diese unkontrollierte Lüftung trägt zu einem beträchtlichen Anteil der Heizkosten bei.

Schwedenhaus-Niedrigenergie-Konzept

Dem gegenüber steht das Schwedenhaus-Niedrigenergie-Konzept. Hier wird eine Bauweise verwendet, bei der man die Wärmelecks durch effektive Wärmedämmung verhindert. Somit schont das Schwedenhaus die Umwelt. Um den notwendigen Luftaustausch zu ermöglichen, erfolgt der Einbau einer Kontrollierten Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung.

Kontrollierte Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung

Bei einer Fensterlüftung sowie bei der Kontrollierten Wohnungslüftung ohne Wärmerückgewinnung wird die in der Wohnungsluft befindliche Wärmeenergie nicht genutzt. Der Lüftungswärmebedarf macht jedoch einen erheblichen Teil (40 – 50%) des Gesamtwärmebedarfs aus. Dem gegenüber wird bei Einsatz einer Kontrollierten Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung die in der Abluft befindliche Wärmeenergie erneut genutzt. Außerdem wird der interne Wärmegewinn durch Beleuchtung, Personen, Haushaltsgeräte und vor allem Pellet- oder Holzöfen durch die Wärmerückgewinnung ebenfalls genutzt. Unsere Abluftwärmepumpen stellen ein Lüftungssystem mit Wärmerückgewinnung dar. Diese Geräte nutzen die aus der Abluft zurückgewonnene Wärmeenergie und führen diese dem Heizsystem bzw. der der Brauchwasserbereitung zu. Neben der gesunden und komfortablen Erwärmung durch die Wärmerückgewinnung kann auch in erheblichem Umfang Heizenergie und CO2-Emissionen eingespart werden.

Lüftung – Hygienische Aspekte

Seit Beginn der 80iger Jahre wird das sogenannte Sick-Building-Syndrom (SBS) diskutiert. Darunter versteht man das häufige Auftreten von Befindlichkeitsstörungen, aber auch von Krankheitssymptomen in bestimmten Gebäuden und Räumen. Das kann zu chronischen Erkrankungen führen, die die persönliche Arbeits- und Leistungsfähigkeit reduzieren und damit neben dem Verlust an Lebensqualität des Einzelnen, auch der Volkswirtschaft großen Schaden zufügen und gewaltige Kosten verursachen.

Grundsätzlich liegen im Innenraum folgende potentielle Risiken hinsichtlich gesundheitlicher Gefährdung:

Toxische Belastungen durch chemische Schadstoffe und Staub. Beeinträchtigung durch Lärm, Licht, Geruch, Feuchtigkeit und Klima. Mikrobielle Besiedlung (Bakterien, Viren, Schimmel pilze) im Sinne von Infektionsrisiken. Allergene Belastungen. SauerstoffmangelDiese Belastungen sind in erheblichem Maße abhängig von den raumklimatischen Bedingungen, der Lüftungssituation und der Gestaltung und Nutzung des Innenraumes. Im Zuge der energiesparenden Maßnahmen Anfang der 70-er Jahre sind in der Gebäudetechnik im Hinblick auf eine verbesserte Isolierung und Dichtheit der Gebäude große Anstrengungen unternommen worden. Diese führten zu einer Verminderung der Luftwechselrate im Innenraum. Die aus Gesundheits- und Befindlichkeitsgründen erforderliche Mindest-Luftwechselrate von 0,3 – 0,5 kann bei der heutzutage dichten Bauweise bei Neubauten und Modernisierungen

– ohne Lüftungssystem – nicht mehr sichergestellt werden. Aus o.g. Gründen sind zunehmende Beschwerden der Bewohner unvermeidlich.

Der „Kontrollierten Wohnungslüftung” kommt somit eine besondere Bedeutung zu. Sie sorgt für den – in dichten Gebäuden – erforderlichen Luftaustausch und schützt so die Raumluft vor Überfeuchtung, mikrobielle Besiedlung durch Bakterien und Schimmelpilze. Neben einer guten Raumluftqualität trägt dies zum Wohlbefinden der Bewohner sowie zur langfristigen Erhaltung der Gebäudesubstanz bei.

Technische Richtlinien für die KWL sind durch die DIN 1946 - 6 vorgegeben.

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