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Gestaltung der Außenfassade – Entscheidung zwischen Holz und Putz

Folgt möchten wir Ihnen eine kleine Entscheidungshilfe zum Thema „Gestaltung der Außenfassade" geben und kurz auf die Vor- und Nachteile einer Fassade in Holz oder Putz eingehen.

In erster Linie schützt uns die Außenfassade im Winter vor klirrender Kälte und im Sommer hält Sie die Räume im inneren schön kühl. Aber auch die Optik spielt eine große Rolle. Bereits bei der Einfahrt in die Straße aber spätesten beim betreten des Grundstückes treffen wir unseren ersten Eindruck von einem Haus. Das Erscheinungsbild vom Äußeren eines Hauses wird dabei hauptsächlich durch die Fassade bestimmt. Hier die richtige Wahl zu treffen ist nicht immer leicht.

Vorab sollte zunächst geprüft werden, ob die für Sie geltende Bauordnung nicht bereits eine Fassadengestaltung vorschreibt. Zum Erhalt eines typischen Ortsbildes ist dies durchaus möglich. Ein Beispiel hierfür finden wir oft im norddeutschen Raum, hier ist mancherorts eine Klinkerfassade festgeschrieben. Aber meist können Sie die Gestaltung Ihrer Fassade selbst bestimmen. Einige Aspekte haben wir hier gesammelt und hoffen Ihnen damit eine Entscheidungshilfe zu geben.

Die Holzfassade

Holz ist das älteste Baumaterial, richtig getrocknet und angewendet hält es ewig. Es ist ein natürlicher und nachwachsender Baustoff, der sich wunderbar formen lässt und somit ermöglicht er uns eine unendliche Möglichkeit bei der Fassadengestaltung. Zudem strahlt Holz Wärme und Behaglichkeit aus, gibt uns das Gefühl der Natur näher zu sein und macht das Haus zu etwas ganz besonderem. Die Möglichkeit der Fassadengestaltung mit Holz ist dabei fast unendlich. Die Auswahl der Oberflächenverarbeitungen, der Farben und unzähligen Möglichkeiten an Tischlerdetails machen jedes Haus zu etwas ganz Besonderem.

Hierbei empfehlen wir ein System, welches dem Rohbau vorgehangen wird. Durch die offene Montage kann die Luft hinter der Verkleidung zirkulieren, wodurch die Bildung von Feuchtigkeit und Schimmel praktisch ausgeschlossen wird.

Zum Schutz vor Kleintieren werden an den allfälligen Öffnungen Gitter montiert, im Grunde könnte man aber auch auf diese verzichten, da eine vorgehängte Fassade auch ohne funktioniert, da ein Leben in Zugluft auf Dauer keinem Tier gefällt.

Ausrichtung der Verschalung, vertikal oder horizontal?

Auch bei der Montage der Fassadenbretter gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die Bretter können horizontal, vertikal oder auch diagonal angebracht werden.

Die vertikale Ausrichtung hat den Vorteil, dass das Wasser wesentlich besser abläuft und es nur eine Wasserkante gibt. Im Gegenzuge ist die empfindliche Stirnseite, das Hirnholz, am Boden und somit eher Feuchtigkeit ausgesetzt. Hier ist es daher wichtig, die Stirnseiten satt zu streichen und jedes Frühjahr entsprechend zu kontrollieren.

Die horizontal Ausrichtung der Verschalung ist stärker durch Feuchtigkeit belastet, da jedes Brett eine eigene Wasserkante hat. Dafür ist der Austausch von bodennahen Bretter im Falle einer Reparatur deutlich einfacher, da sich das letzte Brett ganz einfach austauschen lässt.

Für den Anstrich empfehlen wir nur hochwertige und sehr gute Farben zu verwenden. Bei guten Farbherstellern erhalten Sie 10 bis 15 Jahre Garantie auf die korrekt behandelte Fassadengestaltung. Ein Beispiel hierfür sind die Farben des norwegischen Herstellers Jotun.

Aber alles was von langer Dauer sein soll braucht auch Pflege. Dabei ist eine Holzfassade die richtig geplant und korrekt montiert wurde ganz einfach zu pflegen. In der Regel kann dies der Hausbesitzer selbst aufführen und verursacht nur geringe Kosten.

Eine weitere tolle Eigenschaft von Holz ist, dass fast jeder Baustiel ohne große Kosten umsetzten lässt. Von der romantischen Villa, bis hin zum modernen Baustil ist praktisch alles möglich. Und das schöne dabei, mit der richtigen Pflege hält sie für die Ewigkeit.

Die Putzfassade

Meist finden wir bei den heutigen Neubauten eine Putzfassade. Zum einen ist es einen Stilistische Frage, aber auch die Kosten sprechen oft dafür. Eine Standart-Putzfassade kann mit etwas handwerklichem Geschick selbst auf die Wand aufgetragen werden, wodurch man sich einen entsprechenden Fachmann erspart. Ein einmaliges Verputzen des Hauses wird allerdings nicht ausreichen. Spätestens nach 10 bis 15 Jahren fängt normaler Putz zu bröckeln an, sieht dann nicht mehr schön aus und Sie dürfen nochmals ran.

Ein weiter kritischer Punkt ist Putz auf einem Wärmeverbundsystem. Ein Wärmedämmverbundsystem isoliert gut, innen ist es warm, außen kühl und nass, was einer Veralgung der Fassade Vorschub leistet. Leicht zu erkennen meist an der Wetterseite von verputzen Häuser in vorm von grünen und schwarzen Schlieren , auffallend oft an Häusern, mit neu angebrachten Wärmedämmverbundsystemen (WDVS).

Auch hier kann ein vorgehängter Putzträger Abhilfe leisten und sie erreichen hierdurch die selben Vorteile wie bei einer vorgehängten Holzfassade. Der Nachteil dabei sind die Kosten. Die Fassadengestaltung wird aufwändiger, erfordert weitere Arbeitsschritte und übersteigt schlussendlich in der Summe die Kosten einen Holzfassade. Auch Stuckelemente für die Optik diverser Stilrichtungen sind weitaus teurer als Profile aus Holz.

Holz geben wir im Bereich Einfamilienhausbau eindeutig den Vorzug, insgesamt ist er einfach ein unschlagbarer Baustoff. Aus baurechtlichen oder stilistische Gründen kann Putz durchaus auch zum Einsatz kommen, jedoch sollten in diesem Fall von verputzen Wärmedämmverbundsystem abgesehen werden.

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Der Hauswirtschaftsraum
Hausaufbau in Bayern, bei Haßfurt, 08. August 2017
 

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